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  Roundup: In-Ears unter 50 Euro
Roundup: In-Ears unter 50 Euro
08.09.2011 von Gordian Hoffmann





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Sennheiser CX 281

Nicht nur den Einstieg in dieses Review macht der CX 281 von Sennheiser, sondern auch in der Produktpalette des Traditionsunternehmens steht das Modell der Street-Serie weit unten. Trotz einer deutlich höheren Empfehlung, wird der In-Ear-Kopfhörer schon für rund 25 Euro gehandelt. Wie wir sehen werden, steht das "Rundherum" bei diesem Modell ganz weit oben.

Sennheiser ist seit über 55 Jahren im Geschäft. Die über 2000 Mitarbeiter befassen sich mit Audiotechnik im Markt für Heimanwender und Profis. Hergestellt werden Mikrofone, Kopfhörer und Geräte zur Soundübertragung via Funk.


Grunddaten:
  • Frequenzgang: 19 - 20500 Hz (Herstellerangabe)
  • Impedanz: 16 Ohm (Herstellerangabe)
  • Klinkenstecker: 3,5 mm, abgewinkelt, 1,5 cm herausstehend
  • Kabellänge: 1,33 m, symmetrisch, grob aufgeraut (gemessen)
  • Wandler: dynamisch
  • Lautstärkeregler
  • Garantie: 2 Jahre
Erfahrungsgemäß gibt es viele Nutzer, die schon nach den technischen Aspekten entscheiden, ob der Ohrhörer als Produkt in Frage kommt. Ein Mittel, um mit dem großen Angebot zurechtzukommen. Die Symmetrie des Kabels, die Länge, Garantie, ein einzelner Regler für die Lautstärke, ein Clip zur Fixierung am Shirt oder schierweg die Bauweise eines Ohrhörers können hier entscheidend sein. Aufpassen sollte man aber bei Frequenzgang und Impedanz, welche in der Regel erstaunlich wenig über den eigentlichen Sound aussagen.

Der CX 281 bringt bereits recht viel Luxus mit. Neben technischen Durchschnitts-Angaben kann man den Lautstärkeregler als positiv bewerten. Die Garantie ist mit zwei Jahren ausreichend dimensioniert. Am Ende des 1,33 m langen Kabels, welches auch für große Personen ausreicht, ist ein im eingesteckten Zustand 15 mm herausstehender Klinkenstecker.


Lieferumfang:
  • Ohrhörer "CX 281"
  • Ohrpassstücke in S, M und L
  • Transporttasche in passendem Rot-Ton
  • 3,5 mm -> 2 x 3,5 mm Y-Splitter "Share Adapter"
Trotz seines Einstiegspreises wird der Nachfolger des CX 280 ab Werk mit mehr als nur mit dem Nötigsten ausgestattet. In der Verpackung sind neben obligatorischen Ohrpassstücken eine farblich angepasste Schutzhülle und ein auf "Share Adapter" getauftes Adapterstück. Letzterer ist ein Y-Stecker, welcher den Anschluss eines zweiten Paars Ohrhörer erlaubt. Der Vorteil liegt in der verringerten Störung der Umgebung und darin, selber in vollen Audiogenuss zu kommen - auch zu zweit. Der praxisbezogene Lieferumfang weiß zu gefallen.


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Optik und Verarbeitung:

An dieser Stelle ist der Eindruck, gemessen am Preis, gut. Das Street-Modell optisch einer Zielgruppe zuzuordnen, gelingt uns nicht. Durch die Beschreibung könnte man aber auf junge Adressaten schließen. Das teils mit Goldakzenten konstruierte Design kann aber allen gefallen, währenddessen rot mehr Frauen ansprechen wird.
Der große Lautstärkeregler, der Kabeltrenner und auch die Ohrhörer selbst werden von formschönen Wellen geschmückt. Einen Hauch Extravaganz bringt die Rot-Bronze-Kombination definitiv mit sich. In echt wirken die kleinen "Stöpsel" aber immer etwas zurückhaltender als auf Produktbildern.
Die Verarbeitung ist als ordentlich zu beurteilen. Die rot-glänzenden Kappen wirken wie aufgesetzt auf das matte Bronze. Kanten gibt es nicht. Etwas brüchig scheint der Klinkenstecker, im Endeffekt war er aber im Testverlauf stabil.


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Praxisgebrauch:

In der Praxis machte sich bemerkbar, dass durch eine fehlende Zugentlastung leichter an den Ohrhörern gezogen wird. Der Lautstärkeregler erschwert natürlich dabei zusätzlich das Kabel, indem es nach unten zieht. Letzterer ist aber ohnehin ziemlich leicht. Es gibt Menschen, die der Zug stört, es gibt Personen, die ein Clip zum Anheften am Shirt stört. Hier muss man sich überlegen, was einem wichtig ist. Einen Clip kann man in jedem Fall noch nachkaufen, sollte er einmal nicht mitgeliefert sein.
Durch das geringe Gewicht empfangen wir den leichten Zug nicht als störend. Sonstige negative Erfahrungen machten wir nicht, die Ohrhörer fanden guten Sitz im Ohr, auch wenn das haftende Gefühl ein wenig gefehlt hat. Die Umgebungsgeräuschdämpfung war folglich nicht besonders stark. Die Kabellänge machte sich im Einsatz positiv bemerkbar, gleich wie der Lautstärkeregler, weil man unterwegs nicht das Abspielgerät aus der Tasche nehmen muss und zudem erheblich feiner konfigurieren kann als mit 5 oder 10 %-Skalen der Mobiltelefone. Für mehr als eine Feinjustierung ist der Gummiregler auch nicht gedacht, denn er deckt keinen besonders großen Lautstärkebereich ab. Wie schon öfter beobachtet, wird der Ton, wenn die Leitung zu den Ohrhörern an irgendetwas schabt, hervorragend weitertransportiert. Dies ist leicht störend.
Das Gewicht stellte sich als positiver Aspekt heraus. Man spürte die Ohrhörer glücklicherweise kaum im Ohr.


Klangeindrücke Film:

In die jeweils spannende Atmosphäre taucht man mit dem CX 281 recht leicht ein. In "Inception" wird man von der Stimmung in der zweiten Traumebene beeindruckt. Wird bei tiefem Bass-Flair parallel noch gesprochen, wirkt die Sprache aber etwas zu schwach. Ein Vergleich mit Anlagen, die einzelne Treiber für die Sprache aufweisen, kann man ohnehin nicht anstellen, ein wenig mehr Sprachverständlichkeit trotz Nebengeräuschen hätten wir uns aber gewünscht. Während Audacity gute Basswerte realisierte, empfanden wir den Bass in der Praxis nicht als tief genug.
Durch einen recht hohen Bass rutschen die Effekte näher an die Frequenz einer Männerstimme, sodass diese ein wenig verschluckt wird. Die Basseffekte wirken aber trotzdem voll und bestimmt. Die Effekte spielen sich aber bei einer höheren Frequenz ab als bei unseren Vergleichsgeräten. Bei dem Preis des CX 281 kann man darüber hinwegsehen. Zudem stellten wir fest, dass extrem hochfrequente Geräusche wie das Zischeln der Pfeile in "Gladiator" sehr ausgeprägt waren.


Klangeindrücke Musik:

Bei der Musik weiß der CX 281 durch ein recht ausgewogenes Klangbild zu überzeugen. Übertönungen der sehr hohen Töne kamen, außer am Mobiltelefon, auch hier zum Beispiel bei "This world ist watching me" vor. Der Hersteller wirbt mit einer besonders guten Auflösung. In der Tat war sie bei den Mitten gut und bei den Höhen nur minimal schlechter. Eine Vermischung, ein Schmieren findet nur in geringem Maße statt. Der "Englishman in New York" und auch der elektronische Titel "Garden" belegen dies. Richtig anspruchsvoll ging es wieder bei Beethoven zu. Wer hier auf anfängliche tiefe Töne spekuliert hat, wird enttäuscht. Die restliche Auflösung ist auch hier wieder gut. Die festgestellten Vermischungen sind nicht unbedingt schön, aber bei einem Blick auf Preis und Zubehör zu verkraften.


Fazit:

Der Sennheiser CX 281 ist ein preiswerter In-Ear-Kopfhörer für den Einsteigerbereich, der auch auf das Zubehör und eine gewisse Gemeinschafts-Komponente Wert legt. Mit der beiliegenden Tasche ist er gut geschützt. Insgesamt wirkt er robust. Das extravagante Design muss gefallen, ist aber weniger auffällig, als man es bei manchen Bildern meinen könnte. Die Verarbeitung überzeugt. Der Klangeindruck ist gut, der Bass ausbaufähig, besonders im Vergleich zur guten Mitten- und Höhen-Auflösung, welche wir in diesem Preisbereich nicht erwartet hätten. Mit ein wenig Feingefühl und Zeit kann man im Equalizer noch ein wenig optimieren. Der Tragekomfort ist gut, leider hat der CX 281 aber keine Zugentlastung, sodass es vorkommen kann, dass man sich die Ohrhörer aus den Ohren reißt.

Empfehlenswert ist dieses Sennheiser-Modell, wenn man nicht viel Geld zur Verfügung hat und dabei auf nichts verzichten möchte. Wirkliche Schwächen hat der 25 Euro-Kopfhörer nicht, der Bass könnte etwas tiefer sein, die Auflösung filigraner - mit den späteren 50 Euro Modellen kann er natürlich nicht mithalten, vor allem auf klanglicher Ebene. Eine Steigerung zu den meisten mitgelieferten Ohrhörern wird oft erzielt, manche Modelle von beispielsweise Creative oder Apple erreichen aber ähnliches.




  • Preis/Leistung
  • Kompletter Lieferumfang
  • Lautstärkeregler
  • Angenehme Auflösung der Höhen und Mitten
  • guter Tragekomfort




  • schwacher Bass
  • Sprachverständlichkeit bei Nebengeräuschen mäßig


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