"the old way" - Thermalright Silver Arrow SB-E
06.05.2012 von Max Doll
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Fazit
Kein neues Konzept, kein High-Tech-Schnickschnack, aber trotzdem erfolgreich: Der Silver Arrow zeigt, dass es auch einfacher geht. Pfeilschnell ist der Neue auf jeden Fall: Die Leistung setzt auch dank geschickter Raumausnutzung neue Maßstäbe im Oberklasse-Segment und muss über das gesamte Drehzahlspektrum nirgends übermäßig viele Verluste hinnehmen. Nur Hydrokühler sind noch einmal besser, aber auch deutlich lauter. Lautstärke hingegen ist ein weiterer Pluspunkt des Silver Arrow. Zwar ist er mit beiden Lüftern bestückt bei voller Drehzahl durchaus nicht mehr ganz angenehm, ab 1000 U/Min aber ohne Probleme als angenehm zu bezeichnen. Mit nur einem Lüfter bestückt sieht das sogar noch einmal besser aus. Dabei stört, dass die beiden mitgelieferten Exemplare nicht ganz sauber aufeinander abgestimmt sind. Der "kleine" TY141 lässt sich zudem ohne separate Lüftersteuerung nur bis minimal 900 Umdrehungen pro Minute herunterregeln und dreht mit maximal 1300 U/Min auch schneller, als nötig wäre. Bezüglich der Lüfter bleibt das aber der einzige Kritikpunkt. Unterhalb von 800 Umdrehungen kommen Silentfans aber auch so auf ihre Kosten.
Das glänzende Bild wird außerdem ein wenig durch die gerade in engen Gehäusen ohne weiteres Werkzeug umständliche Montage des Kühlers getrübt. Auch die Lüfterklammern überzeugen nur durch ihren geringen Platzbedarf, die Montage gerät im Gehäuse unter Umständen zum fürchterlichen Fummelakt. Sie sind zudem nur für den TY150 respektive 120 Millimeter Lochabstand geeignet. Die Qual der (Lüfter)Wahl bleibt Käufern zwar so erspart. Modder oder Designfans, die Beige nicht für die Farbe des Jahres halten, werden daran aber weniger Freude haben. Ansonsten gibt es aber keinen Grund mehr zur Kritik: Die Verarbeitung gefällt, auch wenn die Lamellen etwas labil sind und sorgt ebenso wie die Kompatibilität zu ausnahmelos allen gängigen Sockeln sowie der freien Ausrichtung auf AMD-Mainboards für Freude. Der Lieferumfang fällt zudem üppig aus und bietet mit dem Y-Kabel ein sinnvolles Extra. Außerdem legt Thermalright eine exzellente und übersichtliche Anleitung bei, die gerade Einsteiger freuen dürfte.
Viel Licht, viel Schatten und unter dem Strich zu wenig Glanz? Für die veranschlagten knapp 58 Euro ist der Silver Arrow SB-E ein Budget-Angebot in der Luxusklasse. Alternativen mit ähnlicher Leistung, etwas höherem Montagekomfort, etwas besserer Verarbeitung und vergleichbaren Geräuschemissionen müssen mit Aufschlägen von bis zu 25 Euro teuer bezahlt werden, wobei die Lüfterkompatibilität auch nicht immer der Weisheit letzter Schluss ist. Das lässt die Nachteile des Silberpfeils in einem völlig anderen Licht erscheinen: Sofern eine super-simple Montage nicht die allergrößte Priorität hat, ein geräumiges Gehäuse vorhanden ist oder der Kühler nicht ständig neu montiert wird, verdient der Silver Arrow SB-E für das bezüglich Leistung und Lautstärke insgesamt runde Komplettpaket eine eindeutige Kaufempfehlung. Thermalright weiß, was Kühler wollen - voll ins Schwarze getroffen!
cpukühler fazit
Thermalright Silver Arrow SB-E
Punkte
Positiv
Negativ
Leistung
36/40
Sehr gute Leistung über alle Drehzahlbereiche
Hohe Leistungsreserven
Profitiert kaum von maximaler Drehzahl
Lautstärke
23/30
Laufruhe, Betriebsgeräusch
Gerade mit einem Lüfter leise
Leise ab 1000 U/Min
Mit voller Drehzahl im DualFan-Betrieb gut hörbar
TY141 nur bis 900 U/Min per PWM regelbar
Ausstattung & Verarbeitung
12/15
Y-PWM-Kabel
Gute Verarbeitung
Gute Wärmeleitpaste
Gute Anleitung
4-Pin PWM
Montage mit vielen Einzelteilen
Lüfter kaum austauschbar
Fummeliger Einbau im Gehäuse
Lamellen nicht stabilisiert
Kompatibilität
11/15
Platz für normale Heatspreader
maximale Sockelkompatibiltät
Freie Ausrichtung auf AMD-Sockeln
Überbaut zwei RAM-Slots
Hoch & Breit
Gesamt
82/100
Preis-/ Leistungs Index
1,41 Punkte
Avg. Delta-T [K]
44,23
Awards:
Ab sofort lässt sich unsere Bestenliste auf einer separaten Seite auffinden - sie wird stetig aktuell gehalten.
Eine genaue Erläuterung unserer Testkriterien findet ihr in unserem Forum, unsere Rangliste dagegen hier! Wir sind uns bewusst, dass unsere auf Konsens angelegten Charts naturgemäß nicht jeden Anspruch an einen CPU-Kühler abdecken. Bei besonderen Anforderungen sind daher unsere Messungen bei festen Drehzahlen ein guter Anhaltspunkt - wir empfehlen für diese Fälle einen Blick dorthin. Beim Preis-Leistungsindex gilt: Höher ist besser.